Feeds:
Artikel
Kommentare

ich lebe noch

Hallo ihr Lieben,

nachdem meine Mutter gemeint hatte, dass ich schon seit ueber einem Monat keinen Artikel mehr geschrieben habe, kommt hier eine kurze Mitteilung.

Ich lebe noch. Allerdings schon seit 2 Wochen in einer anderen Gastfamilie.
Mein Russisch wird immer besser und man hat mich schon oefters gefragt, ob ich Russin sei, da ich anscheinend garkeinen Dialekt habe.
Ich war schon 2 Mal im Fernsehen und schon 1 Mal in der Zeitung.
Hab die ganze Zeit zu tun, sodass keine Langeweile aufkommt.

Der Brief von Lisa aus der Schweiz ist nach 1 Woche angekommen (heute). Der Brief von Nadine hat laenger gebraucht, aber die haben es geschafft ihn beim Zoll aufzumachen, zumindest war der hiesige Stempel darauf. Andere Briefe brauchen laenger und das Paket ist immer noch nicht da… warte schon seit 4 Wochen auf verschiedene Briefe und seit 3 WOchen auf das Paket. Aber die Post in KGZ ist eben nicht durchschaubar.

Schnee liegt hier noch nicht.
Dafuer war ich heute im Freibad!

Das in aller Kuerze.. demnaechst kommt dann wieder ein laengerer Bericht.

Liebe Gruesse,
Lara

PS: Ich bin noch nicht in Weihnachtsstimmung. Aber Weihnachten gibt es hier ja sowieso nicht, daher werde ich wohl arbeiten….

Kant, Bayern und Schnee

Da wir heute die ganze Nacht (22.00-7.00Uhr) im Internet sind, kommt bei der Gelegenheit auch ein neuer Bericht.

Seit dem letzten Bericht ist einiges passiert.
So war ich zum Beispiel mit Olga und Atai im Zirkus. Es war der Moskauer Zirkus, der fuer einen Monat hier in Bischkek war und ganz ehrlich, ich hatte mir mehr davon erhofft. Fuer die Kinder war es zwar super, es gab ein Kaenguruh, Baeren, Hunde, Katzen … Aber ich wollte eher Akrobatik und Menschenkoennen sehen und da hab ich schon viel bessere Sachen gesehen.

Kinder in Kant

Kinder in Kant

Am /Tag der Revolution/ wollten Philine, Anna und ich ein bisschen aufs Land fahren. Wir wussten zwar nicht wohin, aber einfach mal raus aus Bischkek, das stand fest. Also sind wir morgens zum Busbahnhof. Dort haben uns verschiedene Fahrer auch Fahrten fuer /nur/ 1000 Som fuer uns drei angeboten. Doch das war natuerlich total ueberteuert, und so sind wir schlussendlich fuer 38 Som pro Person Hin und Zurueck nach Kant gefahren.
Dort angekommen sind wir dann erstmal eine Weile Richtung Sueden (RIchtung Gebirge) gelaufen. Irgendwann haben wir dann eine total schoene, kleine Kirche gefunden und uns dort erstmal genauer umgeschaut.

Marienkaefer auf dem Gelaende der russ.-orthod. Kirche in Kant

Marienkaefer auf dem Gelaende der russ.-orthod. Kirche in Kant

 Dort haben wir dann auch eine aeltere Frau getroffen, die uns erzaehlte, dass es spaeter einen Gottesdienst geben wuerde.

Fluss in Kant

Fluss in Kant

Von der Kirche aus sind wir dann noch ein Stueck weiter Richtung Sueden gelaufen und haben dann an einem Fluss gepicknickt.

An einem richtigen Fluss.. er war gruen. Und wunderschoen!
Nach unserem Picknick sind wir dann wieder zu der Kirche und sie war dann auch geoeffnet. Philine hat dann erkundschaftet, ob wir Kopftuecher braeuchten und so bekleideten wir unsere Koepfe und gingen in die Kirche.
Die Kirche sieht sehr anders und doch aehnlich aus. Innen gibt es viele Portraits von Heiligen und natuerlich auch einen gekreuzigten Christus.
Wir sassen in dieser Kirche sicherlich 1,5h, gefuehlt war es allerdings viel laenger. In dieser Zeit konnten wir die Kirgisen/Russen beobachten, wie sie in die Kirche gehen, mehrere Kreuze machen, so wie wir es in Deutschland von den Katholiken kennen, jedoch machen die Katholiken dies mit Weihwasser und nur beim Eintritt in die Kirche. (Verbessert mich, wenn ich falsch liege!)

Hier allerdings machen sie mehrere Bekreuzigungen beim Eintreten in die Kirche, und dann gehen sie von Gemaelde zu Gemaelde und beten fuer den Betreffenden und bitten ihn. Dann bekreuzigen sie sich wieder, kuessen das Gemaelde, knien auf den Boden, verbeugen sich… Und das nicht nur einmal, sondern mehrmals und bei den meisten Portraits.

Es war sehr interessant das einmal mitzubekommen.
Wir dachten dann irgendwann, dass die Frau nur meinte, dass die Kirche jetzt geoeffnet sei, damit man zum Beten kommen kann, jedoch sollte tatsaechlich ein Gottesdienst stattfinden, doch der Pfarrer kam nicht. Wir waren dann noch draussen und ein Kirchenmitglied hat sich mit uns unterhalten bzw hat uns unterhalten. Denn viel verstanden haben wir von seinem Gesagten nicht, als er seine selbstgeschriebenen Gedichte fuer uns aufsagt.
Irgendwann sind wir dann gegangen und es ging mit der Marschrutka zurueck nach Bischkek. Wobei mir da auch wieder was lustiges passiert ist. Auf dem Weg ins /Zentrum/ von Kant fuhr eine Marschrutka Richtung Bischkek an uns vorbei. Ich winke, dass sie anhalten soll, um uns mitzunehmen. Normalerweise haelt die Marschrutka dann an und man kann einsteigen. Doch der Marschrutkafahrer war wohl sehr gut drauf, er winkt zurueck und faehrt weiter.
ein Stueck Heimat in der Oper

ein Stueck Heimat in der Oper

Letzte Woche Samstag waren wir in der Oper, um ein Konzert von der /Munich Brass Connection/ anzuschauen. Es war richtig genial. Die Jungs koennen es wirklich.

Auch haben sie doch ein Stueck Heimat hierher gebracht, denn auch wenn ich nicht in Bayern wohne und auch nichts direkt mit Bayern zu tun habe, so fuehle ich mich doch irgendwie verbunden.
Abends waren wir dann lecker italienisch essen. Am Abend zuvor waren wir auch schon lecker kirgisisch essen und so war es alles in allem ein teures, aber doch sehr schoenes und auch gemuetliches Wochenende.
schneebedeckte Berge

schneebedeckte Berge

Als ich vom Italiener nach Hause gefahren bin, hat es auch angefangen zu schneien. Aber das kennt man ja, der Schnee faellt und danach ist nichts mehr davon zu sehen.

Doch es waere ja langweilig, wenn es hier so waere wie in Europa… und so liegt hier seit einer Woche ununterbrochen Schnee.
Es ist sehr sehr schoen, doch auch sehr kalt. Ausserdem kann ich jetzt nicht mehr morgens zur Bushaltestelle sprinten, wenn der Bus schon an der Ampel steht, sondern muss eben dann mit dem naechsten Bus fahren.
im Heim

im Heim

Im Kinderheim war letzte Woche alles drunter und drueber. Denn es waren Schulferien, was einerseits bedeutet, dass die grossen Kinder auch mal da sind, andererseits waren aber auch viele Kinder fuer die Woche bei Verwandten.

Auch ist das Paeckchen von Woelfi mit den Luek-Kaesten angekommen, auf das sich die Kinder natuerlich sofort gestuerzt haben und man richtig aufpassen muss, dass nichts wegkommt. Denn ein Kasten ist schon abhanden gekommen. :( Deshalb werden die Kaesten nach dem Benutzen jetzt immer in das Zimmer der Sozialarbeiter aufgeraeumt, sodass jetzt nichts mehr anhanden kommt. Das hoffe ich zumindest. Denn LUEK ist einfach klasse und man kann soviel damit machen!!!
Baku und Mary

In der RollerHall: Baku und Mary

Am Mittwoch war ich mit Baku und Mary, 2 Kirgisen, in der RollerHall. Ich hatte es so verstanden, dass es eine Disco ist, bei der man auf Inline-Skates ist. Doch weit gefehlt. Es ist eine Halle, in der Disco-Musik gespielt wird, auch gibt es dort eine Spiegelkugel und das Licht spielt auch verrueckt, doch es gab keine Inline-Skates, sondern Rollschuhe!!
Wie lange stand ich schon nicht mehr auf Rollschuhen… das war irgendwann mal in meiner Grundschulzeit. Doch dafuer klappte es einigermassen gut. Insgesamt hatten wir dort eine sehr lustige Zeit und es war ein tolles Gefuehl danach mal wieder erschoepft zu sein. Denn irgendwie hab ich das hier noch nicht gehabt. Muss mir auch endlich mal einen Sport suchen, damit ich mich endlich mehr bewegen kann.
Schnee!!!!

Schnee!!!!

und es wird kaelter…

Ein normaler Tag:
Ich wache vor dem Klingeln meines Handyweckers auf, lese noch, bis das Handy klingelt, dann stehe ich langsam auf, dusche und zieh mich an. Im Zimmer hoere ich wie vor dem Haus 11 ein Auto immer hupend hoch und runterfaehrt. Ich gehe in die Kueche und koche Wasser, schuette in meine Tasse etwas von dem Teekonzentrat und giesse es mit heissem Wasser auf. Dann mache ich mir noch Haferschleim und schneide noch verschiedene Trockenfruechte rein.
Ich esse und trinke, gehe ins Bad und mach mich fertig um rauszugehen. Natuerlich immer schon mit der Ueberlegung wieviele Kleiderschichten man braucht, um nicht zu frieren. Momentan sind es 4 Schichten + eine dicke Winterjacke, welche ich letzte Woche erworben habe.
Eingepackt gehe ich an die Tuer, ziehe meine Schuhe an und gehe aus der Tuer raus und schliesse sie hinter mir ab.
Ich gehe die paar Stufen auf die Strasse runter und gehe links Richtung Park und durchquere ihn einmal. Es riecht nach verbranntem Holz und Laub. Die Voegel suchen sich alle die letzten Essensvorraete fuer den Winter und man hoert sie ueberall und sieht sie auch ueberall rumhopsen.
Ich verlasse den Park, springe ueber die /Schlagloecher/ und biege vor dem Haus 4 ein. Dort laufe ich dann bis zum Ende und gehe rechts runter in Richtung Bushaltestelle. Auf dem Weg zur Bushaltestelle komme ich an vielen kleinen Staenden vorbei, an denen es einfach alles gibt, an einem gibt es Obst&Gemuese, am naechsten Socken und Struempfe und wieder am naechsten alle moeglichen Kuchenhilfen wie Schoepfkellen und aehnliches. Auch gibt es eine Menge kleiner Staende, an denen man Sonnenblumenkerne, einzelne Zigaretten oder Kaugummis kaufen kann. Wenn ich an die grosse Strasse komme, schaue ich nach links, ob dort der Bus schon an der Ampel steht, wenn ja, dann renne ich bis zur Bushaltestelle, wenn nein laufe ich in aller Ruhe, schaue nach hinten Richtung Berge, ob sie heute gut zu sehen sind, und komme irgendwann an die Bushaltestelle.

Ich warte auf die Linie 9 oder 11, normalerweise kommt die 11 zuerst, sodass ich einsteige und mir einen Sitzplatz aussuche, an dem die Chance besteht, dass ich nicht aufstehen muss. Also meist hinten und am Fenster. Der Bus faehrt ungefaehr 25min zur Arbeit, auf dem Weg schaue ich mir den aktuellen Wechselkurs vor den unzaehligen Wechselkursen an und sehe, dass der Euro weiter gefallen ist.

Нуриза

Нуриза

An der 3. Haltestelle auf der Prospekt Mira steige ich aus. Und gehe noch 5min bis zum Heim.
Dort kommt mir Nurisa mit ausgestreckten Armen entgegengerannt und will auf den Arm genommen werden. Ich umarme sie und geh mit ihr an der Hand hoch. Sie ist ein bisschen beleidigt, dass ich sie nicht auf den Arm genommen habe.
Ich gehe zu erst einmal ins Klassenzimmer und in das dahinterliegende Mitarbeiterzimmer. Dort lasse ich meine Tasche und ziehe auch meine Jacke aus, ich begruesse die Mitarbeiter und hoere dieses Backstreet Boys Gedudel, das andauernd auf dem PC dort laeuft. Von dort aus gehe ich ins Maedelszimmer, begruesse die Maedels und frage, wie es ihnen so geht.
Elnura zieht mich am Arm und sagt ich soll mich auf das Sofa setzen. Ich folge ihren Anweisungen, und schon sitzt sie auf meinem Schoss und sagt /Choppe Choppe Reiter/ (inzwischen kann sie sogar das ganze Lied schon singen). Ich mache mit ihr Hoppe Hoppe Reiter und schon kommen die naechsten Kinder an und wollen auch. Ich mache einen nach dem anderen. Die Kinder streiten sich darum, wer zuerst darf und ich nehme das Motto /Wenn 2 sich streiten, freut sich der 3./.

Waehrend ich dort so sitze und alle mal reiten duerfen, fangen die Kinder an, mir eine neue Frisur zu machen. Heute sollten es Zoepfe sein und so stehen mehrere Kinder hinter mir und flechten. Vom Hoppe, hoppe Reiter inzwischen losgekommen, steht Nurisa vor mir und darf die fertig geflechteten Zoepfe hochhalten.
Irgendwann sind sie fertig und machen alle Zoepfe wieder auf.

So geht das dann den ganzen Vormittag, zwischendurch gehe ich nochmal in das Jungs Zimmer und schaue, was sie dort zu treiben. Spaeter helfe ich Alinka beim Lesen lernen.

Zwischen 12Uhr und 12.30Uhr gehen Joma und ich essen. Es gibt, wie immer, Suppe und einen 2. Gang. Das Essen ist manchmal ok. Manchmal aber auch sehr schlecht. Ich esse was.

Nach dem Essen gehe ich wieder zu den Maedels, bis um 13Uhr dann /tichi tschas/ ist. Die Kinder liegen alle auf ihren Betten und sollten schlafen, anstattdessen provozieren sie gerne die aufpassenden groesseren Kinder, sodass nicht selten geschlagen wird. Da ich das nicht mit ansehen kann und auch nicht aendern kann, habe es schon einige Male probiert, gehe ich raus und suche Joma. Ich frage ihn seine Vokabelkarten ab und wir warten ab, bis 14Uhr ist und wir gehen.

Nach der Arbeit gehe ich in die Sprachschule, dort angekommen habe ich erst einmal eine Stunde Russisch, bevor ich dann selber dort Deutsch unterrichte. Ich habe 3 Deutschkurse hintereinander, zuerst ein Junge, der auch schon ein Jahr in Deutschland gelebt hat und sehr gut spricht. Ich unterhalte mich mit ihm, verbessere seine Aussprache und Saetze so gut es geht. Danach habe ich 2 Schueler, beide haben vor 3 Wochen angefangen Deutsch zu lernen und ich mache leichte Dialoge mit ihnen, damit sie Deutsch sprechen. In der 3. Stunde habe ich 2 Schueler, die schon einiges an Deutsch koennen, ich spreche mit ihnen und bringe ihnen verschiedene Redewendungen bei.
Nachdem ich dann genug Deutsch hatte und alle meine Schueler weg sind, gehe ich in das Sekretariat und unterhalte mich dort mit dem Chef und seiner Sekretaerin auf Englisch. Auch kommt Tonia rein, meine Ex-Russischlehrerin, und unterhaelt sich mit mir, wieso ich heute keine lebrjoschka dabei habe. (eine Art Brot)
Um 20Uhr verlasse ich die Sprachschule und gehe mit der Sekretaerin zur Strasse, um dort auf eine passende Marschrutka zu warten. Irgendwann kommt eine, ich verabschiede mich, steige in die marschrutka und fahre bis zum 6. Mikrorajon, dort steige ich aus, und laufe wieder vorbei an den kleinen Staenden und durch den Park. Ich schliesse zuhause die Tuer auf, und es ist keiner zuhause.
Ich mache mir etwas zu essen warm, esse und trinke dazu wieder Tee. In meinem Zimmer uebertrage ich alles, was ich heute im Russischunterricht aufgeschrieben habe, noch einmal fein saeuberlich und noch mit Uebersetzungen in ein eigenes Heft. Danach gehe ich ins Bett und lese dort noch eine Weile, bis ich zu muede bin oder der Strom weg ist.
—-

Das zu meinem Alltag hier, der sich zum Glueck inzwischen eingestellt hat.
Mit dem Russisch klappt es auch immer besser. Es gibt da so einen Moment, bei dem macht es /Klick/ und man hat einfach das Gefuehl, dass es einfacher ist und das man mehr versteht und auch schneller lernt. Ob es denn dann wirklich so ist, weiss ich nicht. Aber reingehoert hab ich mich inzwischen in das Russische und ich kann genau sagen, wenn etwas auf kirgisisch ist.

Im Kinderheim akzeptieren mich die Kinder jetzt grossteils, sodass es um einiges einfacher und entspannter ist, als am Anfang. Auch gibt es ein neues Kind, Alina (oben auf dem Foto zu sehen), die erst total eingeschuechtert war, doch schon noch 1 Tag war sie genauso wie die anderen Kinder, in jeder Hinsicht.

Letztes Wochenende war ich mit Philli (http://philina.wordpress.com) am Samstag auf dem Dordoy Basar. Dort haben wir fuer sie, und auch fuer mich, eine Hose gefunden und noch vieles andere.
Am Sonntag waren wir dann auf dem Osch Basar (siehe Foto rechts) und haben uns Hausschuhe gekauft, richtig schoen traditionell kirgisische.
Dieses Wochenende ist um einiges entspannter. Gestern abend waren Joma, Philipp und ich im Metro Pub, das ist der westliche Pub schlechthin und Philipp hat gestern auch endlich gestern sein Weizen (bayrisches) bekommen.
Heute morgen hab ich gelesen, danach mit meiner Gastmutter Mittag gegessen und bin dann ins Internetcafe gefahren, wo ich jetzt immer noch bin. Habe vorhin auch mit meiner Schwester ueber Skype telefoniert. Und gleich gehe ich noch Geld abheben, da ich mein den Eurowert meiner Som inzwischen an einer Hand abzaehlen kann.

Morgen will ich in den Zirkus gehen. Vielleicht frage ich auch noch meinen kleinen Gastbruder, ob er mitwill. Ansonsten meinte Olga (auch eine weltwaerts-Freiwillige) vorhin, dass sie vielleicht mitwill.

Das wieder mal von mir.
Ich freue mich immer ueber Nachrichten von euch, auch ueber Briefe. Nachdem der 1. schon ankam und ich jetzt weiss, dass sie nicht verlorengehen! :)

Liebe Gruesse aus dem kalten Bischkek. Zum Glueck werden heute oder morgen die Heizungen angestellt! Wird hier alles zentral geregelt…

 Vorletzten Samstag sind wir 4 Deutschen auf die Berge gewandert. Der Plan war auf den hoechsten der Huegel zu wandern, sodass man auf der einen Seite die Aussicht auf die Stadt hat, auf der anderen einen schoenen Blick auf die schneebedeckten Berge.
Einen schoenen Ausblick auf Bischkek hatten wir. Doch die schneebedeckten Berge waren leider mit Wolken verdeckt als wir oben waren. Ein schoener Ausflug war es trotzdem.

 

Abends waren wir dann mit vielen anderen Deutschen im Klub. War ganz interessant und so haben wir endlich alle unsere Kollegen aus Deutschland kennenlernen koennen.

Am Montag hatte Philippi dann auch Geburtstag. Gefeiert haben wir bei ihm zuhause. Auch haben wir einen Kuchen gebacken, wobei Philli den groessten Teil dabei uebernommen hat. Philipp wohnt auch als einzigster von uns VIA-Freiwilligen in einem Ein-Familien-Haus, alle anderen wohnen naemlich in einer Platte. Und so ist es bei ihm zuhause ziemlich nobel. Auch hat seine Familie im Esszimmer ein gruenes Licht, sodass alles Essen unappetitlich aussieht. Ihr koennt euch ja mal die Fotos anschauen.
Im Kinderheim hab ich mich immer noch nicht wirklich eingewoehnt. Es ist auch sehr schwer mitanzusehen, wie die Kinder sich gegenseitig fertig machen, mit Sand oder Steinen auf sich schmeissen und im naechsten Moment sich wieder troesten und sich gegen einen anderen zusammenschliessen.
Auch haben die Kinder ein spezielles Beduerfnis etwas zu besitzen, sodass ich immer wieder schauen muss, dass ich mein Armband auch wieder bekomme. Schlimmer ist es natuerlich, wenn sie mir meine Brille wegnehmen und sie mir nicht mehr wiedergeben wollen. Dann drohe ich damit, dass ich zum Direktor gehe, denn von alleine geben sie die auch nicht wieder her. Aber bisher habe ich noch alles.

Heute war ich bei den ganz kleinen Kinder und die sind ja richtig suess. Sind zwischen 3 und 5 Jahre alt, schaetze ich mal. Habe mit ihnen Duplo und andere Sachen gespielt und sie fanden es sehr amuesant auf mir rumzuklettern.

Letzte Woche wurde im Kinderheim /renoviert/. Das bedeutet, dass weisse Farbe stark mit Wasser verduennt wurde, die Wand wurde dann gestrichen und das Resultat ist nicht zu sehen, es sieht genauso aus wie vorher. Der einzige Unterschied ist, dass der Boden dann voller weisser Flecken ist, die es dann zu entfernen gilt. Ganz schoen anstrengend muss ich sagen. Aber das ist ja inzwischen auch vorbei.

Letzte Woche war ich auch zum ersten Mal richtig krank. Hatte Durchfall der uebelsten Art und das gleich 2mal. Einmal Dienstag und einmal Samstag. Dementsprechend waren Philli und ich auch nicht, wie geplant, auf dem Dordoz Basar, sondern sie lag krank im Bett und ich auch. Dafuer werden wir diesen Samstag gehen, zumindest ist das der Plan.

Gestern waren wir dann aber fit und haben uns mit den ueblichen Verdaechtigen, also mit den VIA-Freiwilligen, in der Stadt bei der Post getroffen. Von dort aus sind wir erstmal ins Internetcafe und dann in ein Cafe.
Draussen hat es gestern den ganzen Tag geregnet bzw auch geschuettet und so blieben wir auch erstmal in dem Cafe.
Danach wollten Philli und ich noch in die beta stores, das ist das tuerkische Kaufhaus hier, um nach einer Jacke fuer mich zu schauen. Als wir jedoch aus dem Bus dorthin ausgestiegen sind und direkt vor der Philharmonie standen und dort das Filmfestival stattfand, sind wir spontan dorthin.
Ich wusste von meiner Gasttante, dass es um 17.00Uhr in der Philharmonie war. Konnte mir aber nichts darunter vorstellen. Naja… wie der Zufall spielt waren wir nicht nur um kurs nach 5 dort, sondern haben am Eingang noch John’s Gastbruder getroffen, der dort mit einigen Freunden rein ist, und die uns dann gleich mitgenommen haben. John’s Gastbruder studiert gerade Deutsch im 1. Semester und so waren auch die anderen alles Mitstudenten, die ihr Deutsch ausprobieren wollten.
Doch zurueck zum Filmfestival. Es war die Auftaktveranstaltung zu den 2. internationalen Issyk-Kul Filmfestspielen.
Erst dachten wir, dass das internationale sich auf GUS beschraenkt, denn als die ersten Regisseure vorgestellt wurden, waren sie aus Kasachstan, Russland, Turkmenistan und Kirgistan. Doch es waren auch Regisseure aus den USA, Kanada, Frankreich, sowie der Tuerkei dabei. Von daher war es schon internationaler, auch wenn der Grossteil aus den GUS-Laendern kam.
Moderiert wurde die Veranstaltung auf 3 Sprachen, zuallererst natuerlich Kirgisisch, danach Russisch und sogar auf Englisch.
Wir durften dann auch den 1. Film anschauen, nach einem Buch von Tschingis Aitmatov verfilmt. Ich hab zwar nicht sonderlich viel verstanden, denn Filme haben hier die Eigenheit auf einer fremden Sprache zu sein und es wird mit einer russischen Stimme einfach druebergesprochen. Nachdem dieser FIlm von einem kasachischen Regisseur kam, war der Film auf kasachisch. Darueber gesprochen dann die monotone russische Stimme. Und verstanden hab ich deshalb nur ganz wenig.

War trotzdem interessant.
Danach haben die Jungs uns noch heimgebracht. Also ein Teil hat Philli zu Fuss begleitet, da sie ja im Zentrum wohnt, und 2 Jungs, die auch bei mir in der Naehe wohnen, haben mich mit dem Taxi und zu Fuss heimgebracht und Alik ist danach alleine durch den Regen nach Hause gelaufen.

Zu Tschingis Aitmatov haben die Kirgisen sowieso eine spezielle Verbindung. Fast jeder Kirgise kennt die ganzen Buecher von ihm. Und es ist ein wahrer Volksheld.
Viele haben mir erzaehlt, dass sie geheult haben, als er dieses Jahr gestorben ist.
Und da Kirgisen natuerlich alle irgendwie miteinander verwandt sind, hat sich herausgestellt, dass Philipps Familie direkt mit Aitmatov verwandt ist. Es ist der Onkel der Mutter.
Und es ist immer sinnvoll zu wissen, wie denn das Buch, das man gerade liest, auf Russisch heisst. Denn ich habe /Die Richtstatt/ gelesen und wurde oft gefragt wie es denn auf Russisch heisst. Habe dann gemeint, dass es das mit den Woelfen ist und nun weiss ich, dass es auf /placha/ heisst.

Um nun mal zu ein paar Gepflogenheiten hier zu kommen:

// Die Begruessung
Maenner begruessen Maenner mit einem Handschlag. Frauen wird zugenickt. Auch sonst werden Frauen nicht beachtet, sondern eher ignoriert. Unter Jugendlichen laeuft das aber auch manchmal anders ab.

// Kopftuecher
Kirgisinnen tragen ein Kopftuch sobald sie verheiratet sind, oder schon vorher, wenn sie sehr glaeubig sind. Natuerlich gibt es auch Ausnahmen.
Aber die tragen das Kopftuch hier anders, als man es aus Deutschland kennt. In Deutschland sind die Muslime dann total vermummt, hier ist es viel lockerer. Vielleicht sind man es auf einzelnen Fotos, wenn nicht, werde ich nochmal eins machen.

// Gastfreundschaft
Prinzipiell trifft man sich zum Essen. Und nicht, wie man es in Deutschland macht, um zu Reden.
Als Gastgeschenk bringt man immer etwas zu essen mit. Das kann Fleisch und Schokolade sein oder eben auch Obst und Konfekt und Joghurt. Prinzipiell wird eine Tuete mit vielen verschiedenen Sachen mitgebracht. Es wird dann immer chai angeboten, also Tee, und dann wird einem der Teller vollgepackt mit lauter Zeug. Der Hoeflichkeit halber sollte man alles aufessen und am besten auch schnell, denn das zeigt, dass es einem schmeckt.
Auch habe ich endlich den Sinn von dem Konfektregal im Mix-Markt verstanden. Denn hier gibt es ganze Laeden, die eben NUR Konfekt verkaufen. Sodass man das immer noch zum Essen auf den Tisch stellen kann.

// Einkaufen
Kirgisen kaufen grundsaetzlich alles auf dem Markt bzw Basar ein. Deshalb sind hier die normalen Supermaerkte (uebrigens sind es 24/7 Supermaerkte) auch so teuer. Auf dem Basar bekommt man alles. Von Brot, Gemuese, Fleisch, Schreibwaren, Klamotten, Schuhe, Kosmetika, Elektronikartikel, Fahrraeder und auch alles was der Baumarkt so zu bieten hat.
Natuerlich gibt es hier auch Einkaufszentren, wie z.B. das vefa center. Das ist wirklich eine Abkupferung von US-Malls, nur kleiner. Auch von den Marken, die darin vertreten sind: ecco, North Face,…
Jedoch hab ich mir sagen lassen, dass alle Haendler aus dem vefa center sich ihre Sachen auf dem Dordoy Basar besorgen, der einfach eine Riesenflaeche ist, mit lauter importierten Dinge. Zu deutsch koennte man es auch Schwarzmarkt nennen.

// Wasser und Strom
Wasser und Strom ist hier DAS Problem. Es gibt zuwenig Wasser und deswegen auch zuwenig Strom. Alle haben Angst vor dem Winter, wenn man heizen muss.
In meiner Gastfamilie wirkt sich das Sparen so aus, dass man den Wasserhahn einfach mal 10min laufen laesst, ohne das ihn jemand braucht, oder das ueberall das Licht an ist und auch ueber Nacht einfach verschiedene Lichter weiter brennen.
Natuerlich muessen sie dann solche Probleme haben, wenn alle hier so handeln. Doch irgendwie werden die nicht auf das Sparen sensibilisiert, wie wir in Deutschland, sondern eher auf das Beschweren, dass der Winter hart wird.
Wir werden sehen, was er bringen wird.
Das erstmal zu den allgemeinen Dingen.

Uebrigens habe ich eine Absage der Uni Passau bekommen. Bin auf Platz 544 der Nachruecker von 13xx.
Gerade habe ich auch nach dem diesjaehrigen NC geschaut und der lag, wie letztes Jahr, auf 2,2. Ich hoffe jetzt einfach mal, dass ich naechstes Jahr mit 2 Wartesemestern dann reinkomme.

2. Teil

Vorhin nach der Arbeit stand ich vor der Entscheidung entweder direkt nach Hause zu gehen, oder erst noch ins Internetcafe.

Nachdem die ganze Strasse vor dem Kinderheim gesperrt war, weil der russische Praesident da durchfahren wollte, wurde mir die Entscheidung sehr leicht gemacht, da sowieso keine Busse gefahren sind. Also bin ich dann die 30min zum Internetcafe gelaufen.
Aber irgendwie hab ich das Gefuehl, dass das Internet heute sehr viel langsamer ist. Aber was will man machen.

Heute war im Kinderheim richtig was los.
Und zwar ist gerade grosse Streichaktion. Das Zimmer der grossen Jungs wurde gestrichen. Die weisse Farbe war zwar so sehr mit Wasser verduennt, dass nicht viel Unterschied zu vorher zu sehen ist, aber der Vorgang des Streichens ist es ja wert. Vorallem durften wir danach den Boden abschrubben von den weissen Farbspritzern, denn dort hat man die Farbe erstaunlicherweise sehr gut gesehen.

Deshalb mussten die Kinder heute auch nicht schlafen.

Fotos vom Kinderheim gibt es uebrigens noch nicht, da ich mich bisher noch nicht getraut habe meine Kamera dort auszupacken. Aber morgen werde ich mal ein paar machen.

 

Uebrigens ist der Euro gerade nicht sonderlich stark. Als wir hier angekommen sind, hatten wir einen Wechselkurs von 55Som fuer einen Euro. Inzwischen sind es nur noch 50.
Ich beobachte das jetzt taeglich weiter, damit ich weiss, wann ich am Besten Geld abheben kann. Und es aergert mich gerade auch, dass ich im September mit Kreditkarte abgehoben habe und es erst diesen Monat verrechnet wird. Aber gut.. man kann es nicht aendern. Und mit ec bekommt man eben nicht sooft Geld, wie mit Kreditkarte.

Habe uebrigens gestern geklaert, an welche Adresse ich am Besten meine Post schicken lasse. Denn zuhause steht unser Briefkasten die ganze Zeit offen. Und ich weiss nicht, ob es sonderlich sinnvoll ist, wenn dort dann international aussehende Briefe fuer alle Bewohner Bischkeks frei darin liegen.
Deshalb schickt ihr Post am Besten ans Kinderheim. Dort kommt es sicher an und ich hoffe dann, dass es auch bei mir ankommt. Aber eigentlich duerfte das kein Problem sein.

Die Adresse ist also:
Lara Teichert
0550 297157
Zentre Reabilitazii Besprisornich Detei
Uliza Nowaja 1
72 00 44 Bischkek
Kirgistan

Warten wir mal ab, ob das auch klappt.
Ansonsten gibt es inzwischen einige tolle Reiseplaene, die es zu realisieren gilt.
Im Januar 2 Wochen Ski-Urlaub, wobei ich ueberlege fuer 4 Tage mitzugehen, aber meine Urlaubstage sonst anders verwende.
Und Ende April-Anfang Mai geht es evtl ueber China und Pakistan nach Indien. Wenn das klappen wuerde, waere es genial. John hat ausgerechnet, da wir durch diverse Feiertage in der Zeit nur 8 Tage Urlaub nehmen muessen, um 16 Tage am Stueck frei zu haben. Das ist der grobe Plan, mal schauen was daraus wird.
Fuer diejenigen, die Reiseplaene haben mich besuchen zu kommen, klaert deshalb bitte vorher ab, ob ich da ueberhaupt Zeit hab. Ihr koennt mich auch jederzeit anrufen +996 770 297157 (bitte bedenkt aber die 4 Stunden Zeitverschiebung die ich euch Voraus bin)

Und ich wollte mich noch bei euch fuer die vielen E-Mails die ihr mir schickt bedanken!
Aber bitte versteht, wenn die Antwort dann immer eine Weile braucht, denn eigentlich will ich nicht sooft und solange ins Internet…
Antworten auf Briefe bekommt ihr dafuer umso ausfuehrlicher. ;)

Jetzt noch ein paar Fotos:

Erdbeben? Nicht mitbekommen.

So, nachdem ich vorhin von Stephanie eine E-Mail erhielt, dass wir doch Bescheid sagen sollen, dass es uns gut geht, das uns nichts passiert ist, gibt es hier einen neuen Eintrag.

Uns geht es gut. Ich selber hab von dem Erdbeben nicht einmal was mitbekommen, weder koerperlich, noch habe ich es irgendwo gehoert.

Ansonsten geht es mir hier auch sehr gut, zwar leicht erkaeltet, aber das kommt eben vom fehlenden Wodka ;) Oder eben auch nicht. Auf jeden Fall wird es jetzt wieder besser.

Im Kinderheim den Tagesablaufplan zu verstehen ist garnicht so einfach. Manchmal gibt es Kontrollen, dass alle im Bett liegen und schlafen und heute widerum hat es niemanden gestoert.
Ich lerne staendig neue Namen kennen und auch die Kommunikation mit den Kindern wird staendig besser, auch wenn mir noch vieles fehlt, kann ich die wirklich wichtigen Dinge, wie z.B. Schaukel, schaukeln, Essen …

Daraus kann man fast erkennen, was ich im Kinderheim die meiste Zeit mache… entweder ich schucke die Schaukel an, die hier uebrigens fast auseinanderfaellt, oder ich trage Kinder auf mir rum oder ich spiele irgendwelche Spiele. Heute hat mir Denis ein Spiel beigebracht, den Namen weiss ich leider nicht, aber es geht darum, dass man auf einen Stapel Karten haut und die Karten sich dabei umdrehen muessen. Am Anfang hat es bei mir ueberhaupt garnicht geklappt, aber am Schluss hab ich manchmal schon den ganzen Stapel auf einmal umdrehen koennen.

Dann, wenn die Kinder wirklich schlafen muessen, hat John seine Vokabelkaertchen dabei und wir sitzen draussen auf der Bank und lernen Vokabeln und fragen sie uns dann gegenseitig ab. Das machen wir seit gestern und es ist auf jeden Fall eine sinnvolle Beschaeftigung.

Nachdem ich letzte Woche ja nie puenktlich bei der Arbeit war, da die 151 bei mir nicht mehr faehrt, habe ich beschlossen nicht bei mir an der Strasse zu warten, sondern 10min zur naechsten Bushaltestelle zu gehen und dort fahren viel mehr Marschrutkas, sowie auch Trollybusse.
Trollybusse sind was Feines: Man kann gerade darin stehen, man sieht raus, sodass man weiss, wo man sich gerade befindet, und sie kosten nur 5Som, anstatt 8Som. Also perfekt. Von mir zum Kinderheim fahren die Trollybusse 9 und 11, sowie viele Marschrutkas. Auch gibt es seit Mittwoch letzter Woche neue Busse und auch neue Buslinien. Die Linie 9 zum Beispiel gibt es neu.
Und nicht zu vergessen die Linie 42, die direkt bei mir an der Strasse faehrt und direkt ins Zentrum faehrt. Sehr praktisch.

Fuer meinen kleinen Bruder waren die Busse auch schon eine Sensation, erst schwaermte er davon und dann fragte er mich, ob ich denn auch schon mit den neuen  chinesischen Bussen gefahren bin. Erst wusste ich nicht, was er meinte, doch jetzt ist es mir klar. Die neuen Busse sind sogar so eine Sensation, dass gestern in der Linie 9 alles voll war und alle gequetscht standen, wahrend in der Linie 11 heute morgen, welche die gleiche Route faehrt, hatte ich einen Sitzplatz.

Neue Autos sind hier sowieso eine Sensation, denn die meisten Autos sind Gebrauchtwagen aus Europa. Sodass es keine Seltenheit ist ein Auto zu sehen, auf dem noch der Deutschland-Aufkleber drauf ist. Auch kommt ein grosser Teil der Marschrutkas aus Deutschland (alte Transporter).

Letztes Wochenende war ich mit Philli auf dem Basar bei mir in der Naehe. Wir haben eine Hose fuer sie gesucht. Was sich aber aufgrund Phillis Groesse und Phillis Geschmack als sehr schwer gestaltet hat, denn einfache Hosen ohne Verzierungen gibt es hier kaum, sondern immer nur mit viel Glitter und Glitzer…
Dafuer haben wir fuer mich eine Strumpfhose gefunden.
Auch haben wir dann ganz viele verschiedene Obstsorten gekauft und einen leckeren Obstsalat gemacht.

Am Montag waren wir dann bei der Deutschen Botschaft, ziemlich unfreundlich wurden wir dort auch wieder nach draussen gebeten. Aber egal, wir muessen ja nicht nochmal dorthin gehen. Denn jetzt stehen wir auf der Deutschenliste. Falls etwas passieren wuerde in Kirgistan, wuerden wir mitevakuiert werden.
Danach haben wir uns dann in Kirgistan registriert. Einfachhalber wohnen alle deutschen weltwaerts-Freiwilligen jetzt in dem Waldorfkindergarten, in dem auch Katja wohnt. Katja ist eine andere Freiwillige, sie arbeitet in Philli und Philipps Projekt und ist ueber die Freunde der Erziehungskunst Rudolf STeiners da.

Auf jeden Fall hat das alles geklappt und nun sind wir hier angemeldet.

Ich muss Schluss machen. John hat mich gerade daran erinnert, dass wir uns in 15min mit Philli am ZUM treffen wollen. Bis dann, machts gut.

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.